Google AI Overviews und KI-Modus: So wird dein Unternehmen genannt

Google beantwortet viele Fragen inzwischen selbst: oben in der Übersicht mit KI oder im KI-Modus als ganzes Gespräch. Für Unternehmen zählt deshalb nicht mehr nur der Platz in der Trefferliste, sondern ob Google dich in der Antwort nennt. Hier steht, wie beide Funktionen arbeiten, was sie mit deinen Klicks machen und was du tun kannst.

Leuchtende Tafel mit Farbverlauf von Blau zu Pink und dem Text KI-Suche in einer dunklen Halle

Kurz beantwortet.

Was ist Googles KI-Suche?

Googles KI-Suche besteht aus zwei Funktionen: der Übersicht mit KI (AI Overviews), einer kurzen KI-Zusammenfassung über den Treffern, und dem KI-Modus (AI Mode), in dem Google Fragen im Gespräch beantwortet. Beide stützen sich auf Seiten aus dem Google-Index und verlinken sie als Quellen.

Was müssen Unternehmen jetzt tun?

Dasselbe wie für gute Google-Rankings, nur genauer: Seiten in den Index bringen, die Fragen der Kunden direkt beantworten und Name, Angebot und Ort überall gleich nennen. Eine Sonderdatei, spezielles Markup oder Texte nur für KI braucht Google laut eigener Aussage nicht.

AI Overviews und KI-Modus: Was ist der Unterschied?

AI Overviews, auf Deutsch „Übersicht mit KI“, sind kurze KI-Zusammenfassungen über den normalen Treffern; der KI-Modus (englisch AI Mode) ist ein eigener Bereich der Google-Suche, in dem Google eine Frage ausführlich beantwortet und Nachfragen zulässt.

Die Übersicht mit KI erscheint nur, wenn Googles Systeme sie für hilfreich halten, und verlinkt ihre Quellen. Den KI-Modus öffnet man selbst: über die Google-Startseite, einen eigenen Tab in den Suchergebnissen oder die Google-App. Er ist für längere Fragen, Vergleiche und Gespräche gedacht und nimmt Text, Sprache und Fotos an. Seit Mai 2026 hängen beide zusammen: Wer unter einer Übersicht mit KI nachfragt, landet im KI-Modus.

In Deutschland gibt es die Übersicht mit KI seit dem 26. März 2025, den KI-Modus seit dem 8. Oktober 2025. Wie groß das Thema ist, zeigt eine Zahl von Google selbst: Der KI-Modus hatte im Mai 2026 weltweit mehr als eine Milliarde Nutzer im Monat.

AI Overviews und KI-Modus: Was ist der Unterschied?
MerkmalÜbersicht mit KI (AI Overviews)KI-Modus (AI Mode)
WoMeist über den normalen TreffernEigener Tab, Google-Startseite, Google-App
WannWenn Google sie für hilfreich hältWenn jemand ihn aufruft
FragenMeist kurze SuchanfragenLängere Fragen, Vergleiche, Nachfragen
QuellenLinks in der ZusammenfassungLinks im Text und als Quellenkarten
In Deutschland seit26. März 20258. Oktober 2025
In der Search ConsoleLeistungsbericht, Suchtyp „Web“Leistungsbericht, Suchtyp „Web“

Wie wählt Google die Quellen für KI-Antworten aus?

Google nimmt die Quellen aus seinem normalen Suchindex: Die Ranking-Systeme suchen passende Seiten heraus, die KI schreibt daraus die Antwort und verlinkt die Seiten, auf die sie sich stützt.

Bei längeren Fragen zerlegt Google die Frage in mehrere Teilfragen und sucht für jede einzeln. Das heißt Query Fan-out. Fragt eine Kita-Leitung nach einem Ernährungsworkshop in Rottenburg, sucht Google zum Beispiel getrennt nach Anbietern, Ablauf, Kosten und Einsatzgebiet. Jede Seite, die eine dieser Teilfragen klar beantwortet, kann als Quelle auftauchen.

Die Voraussetzungen sind schlicht: Eine Seite muss im Google-Index sein und mit einem Textausschnitt (Snippet) angezeigt werden dürfen. Zusätzliche technische Anforderungen gibt es laut Google nicht. In seinem Leitfaden vom Mai 2026 schreibt Google auch, was nicht nötig ist: keine llms.txt, kein spezielles Markup, kein Zerstückeln von Texten in kleine Häppchen. AEO und GEO sind aus Googles Sicht Suchmaschinenoptimierung für diese neuen Funktionen.

Eine Warnung steht ebenfalls darin: Wer für jede Variante einer Frage eine eigene Seite baut, um Antworten zu beeinflussen, verstößt gegen die Spam-Richtlinien. Eine gute Seite pro Kundenanliegen ist besser als zwanzig fast gleiche.

Was AI Overviews mit deinen Klicks machen.

Wo eine Übersicht mit KI erscheint, klicken deutlich weniger Menschen auf die normalen Treffer: In Deutschland sinkt die Klickrate auf Platz 1 laut SISTRIX von 27 auf 11 Prozent.

SISTRIX hat dafür über 100 Millionen deutsche Keywords ausgewertet. Eine Übersicht mit KI erscheint bei etwas über 20 Prozent davon, bei langen Suchanfragen bei rund 30 Prozent. Ohne Übersicht führen 57 Prozent der Suchen zu einem Klick auf ein organisches Ergebnis, mit Übersicht nur 33 Prozent. Hochgerechnet fehlen in Deutschland jeden Monat rund 265 Millionen organische Klicks, etwa 6,6 Prozent aller organischen Klicks.

Ahrefs kommt mit anderen Daten zu einem ähnlichen Bild: 58 Prozent weniger Klicks auf Platz 1, gemessen an 300.000 Keywords am Desktop im Vergleich von Dezember 2023 und Dezember 2025. Wie selten die Quellen selbst angeklickt werden, zeigt eine Studie des Pew Research Center in den USA: Nur bei 1 Prozent der Seitenaufrufe mit KI-Zusammenfassung klickten die Teilnehmenden auf einen Link darin.

Am stärksten trifft es Fragen nach Wissen, etwa zu Gesundheit oder Erziehung; bei Suchen mit Kaufabsicht erscheint die Übersicht seltener. Für Unternehmen verschiebt sich damit die Frage: Nicht nur der Platz in der Liste zählt, sondern ob dein Name in der Antwort steht. Wer dort genannt wird, wird gesehen, auch wenn niemand klickt.

Was AI Overviews mit deinen Klicks machen.
StudieDatenErgebnis
SISTRIX, Februar 2026, aktualisiert Oktober 2026Über 100 Millionen deutsche KeywordsKlickrate auf Platz 1 sinkt von 27 auf 11 Prozent
Ahrefs, Februar 2026300.000 Keywords, Desktop, Dezember 2023 und Dezember 202558 Prozent weniger Klicks auf Platz 1
Pew Research Center, Juli 2025900 Erwachsene in den USA, 68.879 Suchen im März 2025Klick auf einen normalen Treffer bei 8 statt 15 Prozent der Aufrufe

Fünf Dinge, die Google für eine Nennung braucht.

Google nennt Unternehmen, deren Seiten im Index sind, die Frage direkt beantworten, klar sagen, wer sie sind und wo sie arbeiten, und deren Angaben andere Quellen bestätigen.

Das ist im Kern gute Suchmaschinenoptimierung. Neu ist, wie genau es darauf ankommt: Eine KI-Antwort übernimmt einzelne Sätze, also muss jeder wichtige Satz für sich stehen können.

Seiten in den Index bringen.

Prüf in der Search Console, ob deine wichtigen Seiten indexiert sind. Reich eine Sitemap ein, verlinke jede Leistungsseite von anderen Seiten aus und lass den Googlebot in der robots.txt zu. Was Google nicht kennt, kann es nicht zitieren.

Die Frage zuerst beantworten.

Beginne jeden Abschnitt mit der Antwort auf seine Überschrift und erkläre danach. Nimm die Fragen, die deine Kunden wirklich stellen, in ihren Worten. Google empfiehlt eigene, hilfreiche Inhalte mit echter Erfahrung statt Texten, die es überall gibt.

Das Unternehmen eindeutig machen.

Name, Angebot, Einsatzgebiet und Kontakt sollten auf der Website, im Google-Unternehmensprofil und in Verzeichnissen gleich lauten. Eine Faktenseite fasst sie zusammen, strukturierte Daten beschreiben sie für Programme und müssen zum sichtbaren Text passen. Google rät ausdrücklich, Unternehmensprofil und Merchant Center aktuell zu halten.

Belege außerhalb der Website.

Bewertungen und Erwähnungen bei Verbänden, Partnern und lokalen Medien zeigen, dass es dich wirklich gibt. Gekaufte oder gefälschte Erwähnungen helfen nicht; Googles Spam-Richtlinien gelten auch für KI-Antworten.

Technik und Seitenerlebnis.

Wichtige Inhalte gehören als Text auf die Seite, nicht nur in Bilder. Die Seite muss auf dem Smartphone schnell laden und gut bedienbar sein. Passende Bilder und Videos unterstützen die Antwort.

Praxisfall: Captain Apfel in der Übersicht mit KI.

Wie schnell das wirken kann, zeigt Captain Apfel aus Rottenburg am Neckar: Zwei Tage nach unserer Umsetzung nennt Googles Übersicht mit KI das Ernährungsprojekt als erstes lokales Angebot, und der KI-Modus führt es als ersten Anbieter.

Am Morgen des 20. Oktober 2026 war die Website bei Google kaum vorhanden. Google kannte nur die Startseite, keine Überschrift nannte Kindergarten oder Rottenburg, und bei der Suche nach dem Namen erschien Rum von Captain Morgan. Wir haben die Sitemap eingereicht, Titel und Überschriften nach den Suchen der Kitas formuliert, die Antwort an den Anfang der Abschnitte gestellt, 73 Fragen beantwortet und eine Faktenseite gebaut. Die Tabelle zeigt dieselben Suchen vorher und am 22. Oktober 2026, ohne Anmeldung.

Das ging so schnell, weil Google vorher kaum etwas hatte, das es zeigen konnte, und weil bei diesen Suchen wenige Anbieter eigene Workshop-Seiten haben. Positionen schwanken je nach Ort, Gerät und Zeitpunkt; zwei Tage sind ein Anfang, kein Dauerzustand.

Praxisfall: Captain Apfel in der Übersicht mit KI.
SucheVorher, 20. OktoberNachher, 22. Oktober
„gesunde Ernährung Kinder Workshop Rottenburg“Kein Treffer der WebsitePlatz 1 und 2, erstes Angebot in der Übersicht mit KI
KI-Modus: Wer bietet Ernährungsworkshops für Vorschulkinder in Rottenburg am Neckar an?Kein Link zur WebsiteErster Anbieter und erste Quelle
„captain apfel“10 von 10 Treffern zu Captain-Morgan-RumPlatz 1 mit Unternehmensprofil

AI Overviews und KI-Modus in der Search Console messen.

Klicks und Impressionen aus der Übersicht mit KI und dem KI-Modus zählt die Search Console im normalen Leistungsbericht unter dem Suchtyp „Web“ mit; seit dem 31. August 2026 gibt es zusätzlich einen eigenen Bericht für generative KI-Funktionen.

Dieser Bericht zeigt nur Impressionen, also wie oft Links zu deiner Website in einer KI-Antwort zu sehen waren, nach Seite, Land, Datum und Gerät. Klicks, Positionen und Suchanfragen zeigt er nicht, und er trennt nicht zwischen der Übersicht mit KI und dem KI-Modus. Bei wenigen Impressionen erscheint er gar nicht.

Für die Positionen gilt: Eine Übersicht mit KI belegt eine einzige Position, alle Links darin teilen sie sich. Im KI-Modus gelten die normalen Regeln, und jede Nachfrage zählt als neue Suchanfrage. In Google Analytics kommen Besuche aus dem KI-Modus als normaler Google-Traffic an; Google beschreibt keinen Weg, sie davon zu trennen.

Der Bericht zeigt außerdem nur Google. Ob ChatGPT oder Perplexity dich nennen, steht dort nicht. Deshalb messen wir zusätzlich von Hand: dieselben Kundenfragen in festen Abständen, mit Datum, Ort und Bildschirmfoto. Wie das geht, steht in unserer Anleitung zum Prüfen der KI-Sichtbarkeit.

So öffnest und liest du den Bericht.

Der Bericht heißt „Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen“. Du findest ihn in der Search Console bei den Leistungsberichten deiner Property.

  • Oben zeigt ein Diagramm, wie oft Links zu deiner Website insgesamt in KI-Antworten zu sehen waren.
  • Darunter steht eine Tabelle mit den Reitern Seiten, Länder, Zeiträume und Geräte. Unter Seiten siehst du, welche Seiten Google als Quelle zeigt.
  • Der Filter Suchtyp trennt „Web: textbasiert“ von „Web: multimodal“, also Suchen mit Bildern wie Google Lens.
  • Leg die Seitenliste neben den normalen Leistungsbericht. Eine Seite, die oft in KI-Antworten steht, aber kaum Klicks bekommt, braucht einen klareren Grund zum Klicken: einen Preis, ein Beispiel, einen direkten Kontakt.
  • Fehlt der Bericht, hat deine Website noch zu wenige Impressionen in KI-Funktionen oder ist von ihnen ausgeschlossen.

Kann man die eigene Website aus AI Overviews ausschließen?

Ja: In der Search Console gibt es seit dem 31. August 2026 für alle Websites die Einstellung „Generative KI-Funktionen der Google Suche“, mit der du deine Inhalte aus der Übersicht mit KI, dem KI-Modus und den KI-Funktionen in Discover herausnimmst.

Voreingestellt ist, dass deine Inhalte erscheinen dürfen. Wer ausschließt, verschwindet meist innerhalb von ein bis zwei Tagen aus diesen Antworten; auf das Ranking in der normalen Suche und auf das Training von KI-Modellen wirkt die Einstellung laut Google nicht. Feiner steuern lässt sich das mit den Snippet-Regeln nosnippet, data-nosnippet und max-snippet. Google-Extended betrifft dagegen nur Gemini und andere KI-Produkte von Google, nicht die Suche.

Für ein Unternehmen, das empfohlen werden will, bringt Ausschließen fast nie etwas. Es kann sich für Inhalte lohnen, deren Wert im Text selbst liegt, etwa bezahlte Artikel.

Werbung und Shopping in Googles KI-Suche: Was in Deutschland gilt.

Anzeigen innerhalb der Übersicht mit KI gibt es in Deutschland noch nicht; Google zeigt sie bisher nur bei englischsprachigen Suchen in Ländern wie den USA, Kanada und Indien. Anzeigen über und unter der Übersicht sind in über 200 Märkten möglich.

Auch das Bezahlen direkt im KI-Modus über einen Kaufen-Knopf bietet Google bisher nur in den USA, Kanada und Australien an. Für Shops in Deutschland zählt deshalb vor allem, dass die Produktdaten im Merchant Center vollständig und aktuell sind; Google nennt Merchant-Center-Feeds ausdrücklich als Weg in KI-Antworten.

Kurz geprüft: Bist du bereit für Googles KI-Suche?

  • Sind deine wichtigen Seiten laut Search Console indexiert?
  • Beginnt jeder Abschnitt mit der Antwort auf seine Überschrift?
  • Nennen Titel und Hauptüberschriften Leistung und Ort?
  • Lauten Name, Angebot und Ort auf Website, Unternehmensprofil und in Verzeichnissen gleich?
  • Hast du den Bericht zu generativen KI-Funktionen in der Search Console angesehen?
  • Prüfst du deine wichtigsten Kundenfragen regelmäßig in der Übersicht mit KI und im KI-Modus?

Häufig gestellte Fragen.

Kann man die Übersicht mit KI als Nutzer ausschalten?

Nein. Laut Google lässt sich die Übersicht mit KI nicht abschalten. Wer nur klassische Treffer sehen will, wählt in der Suche den Filter „Web“.

Ist der KI-Modus kostenlos?

Ja. Der KI-Modus ist Teil der normalen Google-Suche und ohne Abo nutzbar.

Braucht man strukturierte Daten für AI Overviews?

Nein. Google sagt, dass strukturierte Daten für die KI-Funktionen nicht nötig sind und es kein besonderes Markup dafür gibt. Sie helfen aber bei anderen Suchergebnissen und beschreiben dein Unternehmen eindeutig, solange sie zum sichtbaren Text passen.

Wie lange dauert es, bis man in AI Overviews erscheint?

Das hängt davon ab, wie schnell Google deine Seiten neu abruft und wie stark der Wettbewerb ist. Bei Captain Apfel waren es zwei Tage, weil die Seiten neu in den Index kamen und es wenige Mitbewerber mit eigenen Workshop-Seiten gibt. In umkämpften Märkten dauert es oft Wochen bis Monate.

Quellen.

Autor und fachliche Prüfung

Roy Mathschiegefsky hat die GEO-Agentur qilano 2024 in Berlin gegründet. qilano prüft KI-Sichtbarkeit und setzt Inhalte, Technik und externe Quellen auf Wunsch um. Du sprichst direkt mit uns.

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